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22.12.2011 11:21 Uhr
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Fünf-Punkte-Check: Das Eigenheim winterfest machen

Wenn kalte Winterstürme übers Dach fegen, tut es gut, in einem wetterfesten Haus zu sitzen. Damit das Eigenheim Wind und Wetter Stand hält, sollte man rechtzeitig Vorsorge treffen.Max Geißler/biallo.de

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Damit Schnee und Eis dem Eigenheim nichts anhaben können, sollten Dach, Fenster und Türen rechtzeitig kontrolliert werden. (Foto: dpa)

Der Dezember 2010 ist vielen noch in deutlicher Erinnerung: Ganz Deutschland lag unter einer dicken Schneedecke, es herrschten eisige Temperaturen und der Verkehr kam stellenweise zum Erliegen. Ob dieser Winter erneut so streng wird, weiß niemand.

Eines aber ist sicher: Um unangenehme Überraschungen auszuschließen, sollten sich Wohneigentümer rechtzeitig auf Schnee und Eis einstellen. Immobilienexperten empfehlen dazu einen Fünf-Punkte-Check:

Punkt 1: das Dach

Wenn es stürmt und schneit, können sich Dachziegel und Befestigungen lockern. Feuchtigkeit kann dabei ins Haus eindringen – es drohen Schäden durch Wasser, Fäulnis und Schimmelbildung. "Defekte Dachziegel und wackelige Dachbleche sind Alarmzeichen und erfordern eine sofortige Reparatur", sagt Jens Wohlfahrt, Immobilienexperte von der Deutschen Bank.

Außerdem sollte man übriggebliebenes Herbstlaub aus der Dachrinne entfernen sowie Jalousien und Markisen gegen die anstehenden Winterstürme sichern.

Punkt 2: Türen und Fenster

Wenn Türen und Fenster im Winter nicht dicht schließen, kann es zugig werden und die Heizkosten in die Höhe treiben. Deshalb verdienen Scharniere, Dichtungslippen aus Gummi und Fensterrahmen einen sorgfältigen Blick. Im Zweifelsfall sollte man Dichtungen austauschen und wackelige Scharniere reparieren.

Punkt 3: Heizung

Heizungsanlagen müssen regelmäßig gewartet und auf äußere Schäden überprüft werden. Feuchte Stellen an Rohren und Heizkörpern sowie starker Ölgeruch sind Alarmzeichen. Die Heizungssteuerung sollte optimal eingestellt, der Außentemperaturfühler nicht verunreinigst und die Heizkörper entlüftet sein.

Punkt 4: Wasser

Wasserbecken und Leitungen sind anfällig für Frostschäden. Deshalb sollte man Außenbecken entleeren und den Wasserzufluss abstellen. Ventile und Wasserhähne offen lassen, empfindliche Bauteile ausbauen oder winterfest verpacken.

Punkt 5: Beleuchtung

Wenn es früh dunkel wird, werden Wege auf dem Grundstück schnell zur Stolperfalle. Deshalb muss die Beleuchtung im Außenbereich und am Eingang funktionstüchtig sein. Vor allem Vermieter sollten auf diesen Punkt achten, denn sie haften für eventuelle Unfallschäden ihrer Mieter oder Besucher.
Tipp: Kosten mit dem Finanzamt teilen

Wird für den Wintercheck und nötige Reparaturen ein Fachmann zu Hilfe gezogen, beteiligt sich der Staat an den Kosten: Hauseigentümer können bis zu 20 Prozent der Handwerkerkosten von maximal 6.000 Euro von der Steuer abziehen.

Absetzbar sind Lohnkosten, deshalb müssen Lohn und Material in der Handwerkerrechnung getrennt aufgeführt werden. "Das Finanzamt kann auch einen Kontoauszug verlangen, um den Nachweis zu haben, dass das Geld wirklich gezahlt wurde – eine Quittung des Handwerkers reicht deshalb nicht aus", betont Wohlfahrt.

Zusätzliche Finanzmittel für größere ReparaturenBei größeren Reparaturen benötigen Hausbesitzer unter Umständen zusätzliche Finanzmittel. Hierfür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. So können Immobilienbesitzer frühzeitig Bausparguthaben aufbauen und dadurch die Grundlage für einen zinsgünstigen Kredit schaffen. Je nach Einkommen profitieren Bausparer von staatlicher Unterstützung in Form der Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage.

Für kleinere Summen, die kurzfristig benötigt werden, lässt sich mit der Hausbank auch ein Rahmenkredit vereinbaren. Hierbei räumt die Bank eine bestimmte Kreditlinie ein, die der Kunde in beliebiger Höhe in Anspruch nehmen und später flexibel zurückzahlen kann.
 
Kostenvorteil mit Modernisierungsdarlehen

Für größere Sanierungsmaßnahmen eignen sich Modernisierungsdarlehen, die besichert oder unbesichert sein können. "Unbesicherte Darlehen erfordern keine Grundbuchabsicherung, deshalb werden weder Notar- noch Grundbuchkosten fällig", betont Finanzierungsfachmann Wohlfahrt. Darlehen mit Grundbuchabsicherung seien dagegen aufwendiger, dafür aber auch zinsgünstiger.

Energetische Sanierungen oder bauliche Modernisierungen können auch mit Hilfe von öffentlich geförderten KfW-Darlehen finanziert werden. Hierunter fallen zum Beispiel Maßnahmen zur Wärmedämmung, die Erneuerung von Heizungsanlagen oder der Einbau von Wärmepumpen. Für die Antragstellung wenden sich Eigenheimer an ihre Sparkasse oder Hausbank.

Dank des Zinstiefs können sich aber auch normale Modernisierungskredite lohnen. Für Kreditsummen zwischen 5.000 und 50.000 Euro stellen viele Banken und Sparkassen spezielle Energiedarlehen bereit. So offeriert die PSD Bank Rhein-Ruhr einen sogenannten "Energie-Spar-Kredit". Auch die Volksbank Dortmund, die Deutsche Bank und die Dortmunder Sparkasse gewähren zinsgünstige Modernisierungsdarlehen.


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